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Böhmerwald per Tretroller II. Von Železná Ruda nach Modrava

Der Böhmerwald ist bei Tretrollerfahrern sehr beliebt. Regelmäßig finden da Wettrennen und Treffen statt. Die zauberhaft schöne Natur des Böhmerwalds lockt, und auch hunderte gut markierter Trassen. Der Weg von Železná Ruda nach Modrava führt Sie an zwei malerischen Seen vorbei, durch das romantische Tal des Rachelbachs (Roklanský potok) und über den Mittagsberg (Polední hora), von wo aus der ganze Böhmerwald und der Bayerische Wald zu sehen ist.

Böhmerwald per Tretroller
Böhmerwald per Tretroller

Železná Ruda → Modrava In Kürze

UNSER TIPP:

Planen Sie den Ausflug für zwei Tage. Schlafen Sie in Modrava auf dem Notübernachtungsplatz und kehren Sie am nächsten Tag auf einem anderen/dem gleichen Weg zurück. Gut trainierte Tretrollerfahrer könnten beide Strecken an einem Tag schaffen, aber die Gesamtsteigung von max. 2 000 Metern will gut bedacht sein.

  • Für fortgeschrittenere Fahrer, Einzelfahrer und Gruppen
  • Sie fahren 47 km
  • Das braucht einen ganzen Tag oder einen halben Tag, wenn Sie ordentlich lostreten.
  • Terrain: hügelig
  • Steigung: 1 100 Höhenmeter
  • Gefälle: 930 Höhenmeter
  • Oberfläche: überwiegend Schotterweg, teilweise Asphalt
  • Parken: in Železná Ruda im Camp   
  • Öffentlicher Verkehr: Busse und spezielle Greenlines
  • Karte der Trasse

Železná Ruda → Nová Hůrka

Železná Ruda

Bevor Sie sich nach Nová Hůrka aufmachen, schauen Sie sich doch Železná Ruda an, z. B. ist die hiesige Kirche (Mariä Hilf vom Stern) mit den Glassternen auf der Schindeldachkuppel und dem Lüster von den Böhmerwald-Glasmachern innen, Ihre Aufmerksamkeit wert. Kostbarkeiten aus Glas können Sie auch im Böhmerwald-Museum entdecken, das sich in der Villa der bedeutenden Glasmacherfamilie Abel befindet.

Wenn Sehenswürdigkeiten Sie nicht so sehr interessieren, dann gehen Sie doch wenigstens in die zweithöchst gelegene Brauerei „Belveder“ und kosten Sie dort direkt das nach alten Rezepturen gebraute, ungefilterte Bier.

Im Schlösschen, dem ältesten erhaltenen Gebäude in Železná Ruda, wiederum ist eine Ausstellung historischer Motorräder zu sehen.

Wenn Sie vom Camp aus aufbrechen, dann begeben Sie sich hinauf über den Radwanderweg Nr. 33, der an der Weggabelung Pamferova Huť beginnt und Richtung Weggabelung Hůrecká silnice weitergeht.

Von der Stadtmitte aus ist es günstiger, erst einmal auf dem Radwanderweg 2113 zu fahren und dann weiter auf dem Pfad Tetřeví stezka (Auerhahnpfad).

An der Weggabelung Hůrecká silnice biegen Sie nach rechts in den geraden, die Landstraße nach Hůrka kopierenden Radwanderweg ein. Passen Sie aber auf, die Asphaltoberfläche ist teilweise unterbrochen und mit Schotter aufgefüllt, in dem Sie steckenbleiben könnten. Diese Schotterabschnitte sind aber gut sichtbar und markiert.

In Nová Hůrka können Sie bei dem kleinen Stand haltmachen, wo man Ihnen Tee oder Kaffee kocht, bzw. Bier. Limo oder ein Eis am Stiel anbietet. Lassen Sie sich das nicht zweimal sagen, denn es steht Ihnen nun eine größere Steigung bevor.

Nová Hůrka → Prášily

Von Nová Hůrka aus fahren Sie bergauf in Richtung ehemaliges Stará Hůrka/Alt Hurkenthal, wo Sie an der Heiligkreuz-Kapelle vorbeikommen. Da ist eine Glocke drin, die Sie läuten können – denn der Glockenstrick ist aus der Kapelle herausgeführt, sodass die Vorbeikommenden zum Zeichen der Versöhnung läuten können. Probieren Sie es doch auch.

Stará Hůrka/Alt Hurkenthal
Stará Hůrka/Alt Hurkenthal

Nach einem kurzen Halt im Schatten der Bäume von Hůrka fahren Sie dann weiter auf dem Schotter-Radwanderweg 2113 in Richtung Laka-See, zu dem kleinsten aller Böhmerwaldseen, die ihren Ursprung in Gletschern haben. Genießen Sie den Anblick der üppigen Vegetation, denn ein Stück weiter bekommen Sie nur traurigen Bruch und vertrocknete Bäume eines entwurzelten Waldes zu sehen.

Zum Glück ist die Natur aber mächtig, aus den Wurzeln der umgestürzten Bäume sprießt es schon wieder hervor – kleine Fichten zusammen mit Laubbäumchen. Hier wird Ihr Herz auch höherschlagen, weil die Abfahrt nach Prášily bevorsteht.

Laka-See
Laka-See

Prášily → Modrava

Das tolle Erlebnis der langen Abfahrt können Sie in Prášily noch mit Hefeknödeln mit Heidelbeeren im Gasthof „U Michala“ potenzieren. So bereiten Sie sich auch energetisch auf die letzte lange Steigung vor.

Von Prášily aus fahren Sie auf dem Radwanderweg Nr. 2113 weiter, der an der Weggabelung Gruberg nach rechts auf den Schotterweg Richtung Prášily-See abbiegt.

Zum See gelangen Sie von der Liščí díra (Fuchsloch) genannten Weggabelung auf einem schmalen, steinigen, etwa einen Kilometer langem Weg. Lassen Sie sich nicht die Ausblicke auf den malerischsten Böhmerwald-Gletschersee entgehen, lassen Sie die Tretroller ruhig unterm Wetterdach stehen, wir haben sie mitsamt den Rucksäcken dort gelassen.

Vom See aus dann steht Ihnen die schwerste Steigung auf den Mittagsberg (Polední hora) bevor. Wir wissen ja nicht, wie es mit Ihrer Kondition bestellt ist, wir jedenfalls haben die Tretroller lieber hochgeschoben. Nichtsdestotrotz lohnten die Ausblicke, die sich uns auf dem Weg nach oben boten, die Anstrengung. 

Wenn Sie noch Kraft haben, dann können Sie bis zum eigentlichen Gipfel des Bergs Poledník hinauffahren, dort gibt es einen Aussichtsturm und auch einen Notübernachtungsplatz. Wir haben uns dieses Sahnehäubchen auf der Torte lieber erst fürs nächste Mal aufgespart.

Die letzten 8 km sind ausgesprochen eine Belohnung. Vom Bergsattel aus fahren Sie auf dem Radwanderweg Nr. 2113 bergab, wo Sie an der Weggabelung Bavorská cesta wieder auf die nach Modrava führende Asphaltstraße kommen.

Wir allerdings sind an der Weggabelung Javoří pila geradeaus auf dem am Rachelbach (Roklanský potok) entlangführenden Weg gefahren, um nicht noch einmal am Drei-Seen-Moor vorbeizufahren, wo wir letztens schon waren. Das romantische Tal des Roklan-Bachs hat uns direkt nach Modrava geführt, wo wir unseren Hunger in der nahen Brauerei Lyer gestillt, dann angenehm müde unser Zelt auf dem Notübernachtungsplatz aufgebaut und uns dem wonnigen Schlaf hingegeben haben.

Jana und Petra vom Yedoo-Team, die die Trasse von Modrava nach Železná Ruda und zurück auf Tretrollern Yedoo Wolfer absolviert haben.
Jana und Petra vom Yedoo-Team, die die Trasse von Modrava nach Železná Ruda und zurück auf Tretrollern Yedoo Wolfer absolviert haben.

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