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Auf dem Tretroller den Po entlang. Eine Inspiration von unseren italienischen Freunden

„Tretroller sind so ein redliches Fortbewegungsmittel, mir gefällt das innige Verbundensein mit der Landschaft, die ich durchfahre. Es ist fast so, als würde ich ihr mit jedem Abstoß Verehrung und Demut zollen“, sagt David Ceccareli, der Ende April einen zweitägigen Tretrollerausflug entlang des Po gemacht hat.

Gute alte Zeiten

Der Radwanderweg des Po gehört zu den längsten in Italien, er beginnt im Dörfchen Stellata und endet nach 130 Kilometern im Hafenstädtchen Gorino an der Adriaküste. Hügel gibt´s hier nicht, nur eine weite Ebene und glatten Asphalt. „Unterwegs zum Meer kommt man an kleinen Dörfern und Städtchen vorbei, wo die Zeit vor fünfzig Jahren stehengeblieben zu sein scheint“, beschreibt David.

Der Naturreichtum des Po ist außergewöhnlich, alljährlich kommen Angler aus ganz Europa hierher, um ihr Glück zu probieren und den Fisch ihres Lebens zu fangen. Über 350 Vogelarten gibt es im Flussdelta und unzählige verschiedene Pflanzen- und Tierarten. Kleine Felder zwischen Kanälen, Sümpfe, Dünen, Dämme, Salzwasserbuchten, Fischfarmen und über die Landschaft verstreute historische Ruinen zaubern eine wundervolle Naturszenerie.

Diese melancholische Landschaft bietet viele Gelegenheiten zum Fotografieren und wildes Camping. Die Menschen sind hier freundlich und bieten einem ohne Umschweife gern ihre Hilfe an. „Ich erinnere mich an einen Mann, der mir den Schlüssel von seinem Schuppen auf einem Ponton gab, als ich am Flussufer mein Zelt aufschlug. Ich konnte dann einen wunderschönen Sonnenuntergang von seinem Wassersitz aus genießen“, erinnert sich David und fügt hinzu: „Solche Orte gibt es immer weniger, und das ist schade.“

Der Anglerschuppen auf dem Ponton diente David als Unterkunft.
Der Anglerschuppen auf dem Ponton diente David als Unterkunft.
Reste eines Festungsturms (Rocca Possente) aus dem 14. Jahrhundert. Von der Festung aus wurden einst die Bewegungen auf dem Fluss verfolgt.
Reste eines Festungsturms (Rocca Possente) aus dem 14. Jahrhundert. Von der Festung aus wurden einst die Bewegungen auf dem Fluss verfolgt.

Architektonische Kostbarkeiten in Reichweite

Sollten Sie mal nach Italien fahren, dann dürfen Sie sich die Schönheiten dieser noch nicht von Touristen entdeckten Landschaft nicht entgehen lassen. Sie befindet sich nur 100 Kilometer südlich von Venedig, und man findet hier ähnliche architektonische Kostbarkeiten. Unweit des Radwanderwegs liegt die UNESCO-geschützte historische Stadt Ferrara. Sie wird Ihnen mit ihren wunderschönen Renaissance-Palästen, den engen Gässchen und dem gemütlichen Straßenleben bestimmt gefallen.

Die städtische Ruhe wird nur vom allgegenwärtigen Geklapper der Fahrräder gestört, die übers Pflaster holpern, denn die Stadt hat ein ausgedehntes Radwegnetz, das von den Hiesigen ausgiebig genutzt wird. Probieren Sie doch mal den Weg entlang der Stadtmauer, der um die gesamte Stadt führt und mit den umliegenden Parks als Spazier- und Laufzone dient.

Ferrara – Stadt der Renaissance-Paläste und Radwege
Ferrara – Stadt der Renaissance-Paläste und Radwege
Radweg entlang der Stadtmauer Ferraras.
Radweg entlang der Stadtmauer Ferraras.

Der Po-Radweg endet an der Adria-Küste. Ohne Bedenken können Sie im Meer baden und sich den Schweiß der anstrengenden Reise vom Körper spülen. Danach können Sie romantische Spaziergänge am Ufer genießen oder ins unweite Städtchen Comacchio aufbrechen, das, weil es auf mehreren kleinen Inseln liegt, auch Klein Venedig genannt wird.

Die romantische Landschaft birgt verschiedenartige historische Erinnerungen an die lange Besiedelungszeit der Po-Ebene.
Leuchtturm in Sicht. Der Radweg endet nach 130 km an der Adria-Küste.
Rast im Schatten eines Auwaldes

Wann sollte man am besten fahren

Die beste Zeit für Tretroller-Ausflüge entlang des Po ist zwischen April und Mitte Juni und von Ende September bis Mitte November. „Wegen der Mücken,“ wie David empfiehlt, obwohl er aber selbst entschieden keine Angst vor schwierigen Bedingungen hat.

Im Sommer will er nämlich mit dem Tretroller in eine kanadische Einöde fahren, die bezeichnenderweise „Badlands“ heißt. Ende Sommer wird er sich mit seinem Kumpel Andre auf den 750 km langen Weg durch eine ausgedörrte Landschaft, die an die Mondoberfläche erinnert, aufmachen.

Wir drücken den Jungs die Daumen und Ihnen wünschen wir schöne Tretroller-Ausflüge. Und sollten Sie in der Po-Ebene vorbeikommen, dann freuen wir uns, wenn wir von Ihnen einen Gruß bekommen.

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